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Hautklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler
Hautklinik, Uni-Klinikum

Nicht kratzen: Hautklinik informiert über Ursachen und Behandlung von Schuppenflechte

Die Haut schuppt und juckt stark an Ellenbogen, Knien, Händen und Füßen. Rund zwei Millionen Deutsche leiden unter den Beschwerden der Schuppenflechte (Psoriasis). Etwa bei einem Viertel tritt die Krankheit erstmals im Kindes- oder Jugendalter auf. Betroffene leiden stark unter den Hauterscheinungen, vor allem wenn die Rötungen auch im Gesicht oder an den Händen auftreten. Anlässlich des jährlichen Welt-Psoriasis-Tages am 29. Oktober wollen die Hautklinik Erlangen und das Psoriasis-Netzwerk Nordbayern e. V. auf eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen aufmerksam machen und Therapiemöglichkeiten insbesondere für junge Menschen aufzeigen. „Wissenschaftliche Studien zur medizinischen und psychologischen Therapie sind meist auf Erwachsene ausgelegt“, sagt Prof. Dr. med. Michael Sticherling, Leitender Oberarzt an der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen, „deshalb liegt es uns am Herzen, an diesem Tag auch auf die Bedürfnisse von erkrankten Kindern und deren Familien einzugehen.“

Betroffene und Interessierte können sich am Samstag, den 16. Oktober 2010, beim 3. Erlanger Psoriasis-Tag über die Krankheit informieren. Unter dem Motto „Schuppenflechte – eine Erkrankung mit vielen Gesichtern“ erklären die Experten aus der Hautklinik die Ursachen der Entzündung und stellen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor. Nach den Vorträgen beantworten die Referenten Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung findet im IZMP (Innovationszentrum Medizintechnik und Pharma), Henkestraße 91, Erlangen, von 15.00 bis 16.30 Uhr statt. Die Veranstaltung soll die Schuppenflechte mehr in das Licht der Öffentlichkeit rücken und einen Beitrag für mehr Aufklärung und Verständnis in der Bevölkerung leisten. Nicht heilbar, aber behandelbar Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche und nicht ansteckende Hauterkrankung, die meist vererbt wird. Die Entzündungen können neben Haut auch Nägel, Sehnen und Gelenke betreffen. Auch wenn Psoriasis nicht heilbar ist, gibt es zahlreiche gute Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. „Entscheidend ist, dass für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept gefunden wird“, sagt Prof. Sticherling, der sich auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert hat. Doch die Betroffenen leiden nicht nur unter den sichtbaren Begleiterscheinungen, gerade die psychische Belastung ist sehr hoch. Erkrankte müssen oft mit kränkenden Bemerkungen zu ihrem Aussehen leben und werden manchmal sogar von ihrem sozialen Umfeld ausgegrenzt. Psoriasis-Zentrum für Forschung und Versorgung Die Behandlung von Psoriasis ist ein zentrales Anliegen der Hautklinik Erlangen. Im Rahmen des Psoriasis-Zentrums an der Klinik kümmern sich Experten um die Erforschung der Krankheit und die medizinische Betreuung, aber auch gezielte Schulung von betroffenen Patienten. Zusätzlich hat sich im vergangenen Jahr das Regionale Psoriasis-Netzwerk Nordbayern e. V. unter Beteiligung von niedergelassenen und klinisch tätigen Ärzten aus der Region etabliert. Dieses soll die Versorgung der Betroffenen verbessern, indem zum einen individuelle Behandlungsmöglichkeiten besprochen und festgelegt, zum anderen aber auch Versorgungsdaten der Region erhoben und regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Patienten und Ärzte angeboten werden.

 

Die Hautklinik Erlangen ist eine Klinik des Universitätsklinikums Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg).

Die Klinik unter Direktion von Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler ist ein international angesehenes Zentrum mit hoher Kompetenz bei Diagnostik und Therapie von Hautkrankheiten.
Pro Jahr werden mehr als 2.500 Patienten stationär sowie etwa 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die Klinik verfügt über 48 vollstationäre und 10 tagesklinische Betten auf neu renovierten Stationen. Ebenso bietet die Hautklinik eine Hochschulambulanz sowie Psoriasis- und Neurodermitisschulungen für Betroffene an. Aufgrund der Vielzahl der Hauterkrankungen wurden außerdem zahlreiche Spezialsprechstunden eingerichtet.

Schwerpunkte der Klinik sind unter anderem: Hauttumore und operative Dermatologie, Allergien, Immunerkrankungen, die Behandlung von Psoriasis und Neurodermitis sowie Erkrankungen des Haares. Im Bereich der Andrologie ("Männerheilkunde") werden neben der klinischen Basisdiagnostik Potenzstörungen und Störungen der Zeugungsfähigkeit untersucht und behandelt.

Die Hautklinik erforscht neue Wege zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen und Tumorerkrankungen. Sie ist weltweit eine der wenigen Kliniken, die durch eine speziell entwickelte Immuntherapie Patienten mit malignem Melanom auch in fortgeschrittenen Stadien behandeln kann. Bei allen Forschungsprojekten ist es Ziel der Erlanger Klinik, Grundlagenforschung mit klinisch-experimenteller Forschung zum Wohl der Patienten zu kombinieren.

Ansprechpartner für die Redaktionen:

Hautklinik
Prof. Dr. med. Michael Sticherling
Hartmannstraße 14
91052 Erlangen
Tel. +49 (0) 9131 85-33851
E-Mail: michael.sticherlingatuk-erlangen.de

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Birke und Partner Kommunikationsagentur
Silke Martin
Marie-Curie-Straße 1
91052 Erlangen
Tel. +49 (0) 9131 8842 17
E-Mail: silke.martinatbirke.de

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