Nachrichten

Hautklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler
Hautklinik, Uni-Klinikum

Richtiger Hautschutz vor Russenkälte wichtig

Wenn die Temperaturen in den kommenden Tagen mit einem Kältetief aus Russland in den zweistelligen Minusbereich sinken, ist die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt. „Umso wichtiger ist es, die Haut richtig zu pflegen und vor den Kälteattacken zu schützen“, sagt Prof. Dr. Michael Sticherling, stellvertretender Direktor der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen. Durch eisige Temperaturen nimmt die Durchblutung der Haut ab und ihr wird Wasser entzogen bzw. Wasser auf der Haut gefriert. Dadurch können Eiskristalle entstehen, die die Haut weiter schädigen. Zusätzlich stellen die Talgdrüsen ihre Funktion ein und vermindern die Rückfettung der Haut.
Ein Bild einer Winterlandschaft im Wald. Der Boden ist sehr hoch mit Schnee bedeckt, die Baumzweige rechts und links im Bild hängen sind ebenfalls hoch mit Schnee bedeckt.

Wer folgende Tipps beherzigt, kann die Winterfreuden ungetrübt genießen:

  1. Wind kann die Temperatur an der Haut zusätzlich senken („gefühlte Temperatur“) und zu weiterer Austrocknung führen. Deshalb ist guter Schutz der Haut durch wärmende und (wind-)dichte Textilien notwendig. Da mehr als ein Drittel der Körperwärme über den Kopf abgegeben wird, immer eine Mütze tragen.
  2. Das Auftragen von wenig wasserhaltigen oder wasserfreien Salben („norwegische Salben“), vermindert die Entstehung von Eiskristallen auf der Gesichtshaut und gleichzeitig die Kälteleitung. Cremes mit Alkohol oder Menthol vermeiden, da beides verdunstet und die Haut zusätzlich kühlen würde. Ein Lippenpflegestift sollte verwendet werden. Bei gleichzeitiger starker Sonneneinstrahlung, die durch Schneereflexion noch gesteigert wird, ist ein guter Schutz gegen ultraviolettes Licht notwendig. Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden (LSF 50).
  3. Die Hände sollten möglichst nach jedem Händewaschen gut abgetrocknet und mit eher fettigen Cremes eingecremt werden – das verhindert schmerzende Hautrisse. Möglichst dicke Handschuhe tragen, die nicht zu eng sitzen.
  4. Die Schleimhäute von Mund und Nase sollten warm gehalten werden. Daher möglichst auch beim Sport durch die Nase atmen und den Schal über Mund und Nase ziehen. Trockene Schleimhäute sind oft das Einfallstor für Infektionen.
  5. In schlecht durchbluteten Bereichen wie den Zehen (zu enge Schuhe), aber auch bei Fingern, Nase oder Ohren kann es bei frostigen Temperaturen gelegentlich zu sogenannten „Frostbeulen“ kommen. Diese Bereiche sind oft rot oder bläulich gefärbt. Zudem schmerzt, brennt und juckt es, wenn die Stellen wieder erwärmt werden. Das ist unangenehm und mögliche Schwellungen bilden sich unter Umständen erst nach mehreren Tagen wieder zurück. Die betroffenen Stellen am besten mit Wärme behandeln, aber in keinem Fall mit heißem Wasser. Badezusätze oder Salben, die Nicotinamid enthalten, fördern die Durchblutung und verringern die Schmerzen. Bei Erfrierungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Sticherling
Telefon: 09131 85-33851
E-Mail: michael.sticherlingatuk-erlangen.de

zurück zu Aktuelles
 

Veranstaltungskalender

MoDiMiDoFrSaSo
30 31 01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 01 02

Veranstaltungssuche

 
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
 
 
 
Bitte tragen Sie Ihren Namen und gültige E-Mail-Adresse(n) ein!
X zum Schließen

Zusammenfassung