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Hautklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler
Hautklinik, Uni-Klinikum

Weniger ist mehr: Hautpflege im Winter

Gerade in den Wintermonaten haben viele Menschen mit trockener Haut zu kämpfen – Spezielle Pflege und komplexe Beratung erforderlich – Senioren, Neurodermitiker und Diabetiker stärker betroffen – Hautklinik Erlangen bietet individuellen Diagnostik und Spezial-Behandlungen

ERLANGEN – Die Haut ist unser größtes Organ – und unsere Visitenkarte. Eine besondere Herausforderung sind dabei die kalten Wintermonate: Oft spannt die Haut, ist rau und schuppt. „Die Heizungsluft drinnen entzieht der trockenen Haut den letzten Rest Feuchtigkeit“, so Privatdozentin Dr. med. Gisela Heyer, Oberärztin an der Hautklinik Erlangen. „Draußen tut die kalte Luft ihr übriges: Die Blutgefäße unter der Haut ziehen sich zusammen, die Blutzufuhr wird gedrosselt.“ Die Haut bekommt weniger Sauerstoff und Nährstoffe, wird empfänglicher für Irritationen (UV-Licht, Schad- und Reizstoffe). Gleichzeitig arbeiten die Talgdrüsen viel langsamer – bei etwa acht Grad Celsius stellen sie die Fettproduktion sogar komplett ein. Stark angegriffen werden Gesicht, Hände, Arme, Beine und die Lippen – sie müssen ganz auf Eigenfett verzichten. Schätzungen zufolge leidet jeder vierte Deutsche an Xerodermie, trockener Haut. Das bedeutet: Die Talgdrüsen produzieren weniger Fett, die Feuchtigkeitsregulierung ist gestört. Vor allem an den Beinen, überwiegend bei Männern, bildet sich ein sogenanntes Eczema craquele, das aussieht wie gesprungenes Glas. Machen Sie die Nacht zum Tag Doch wie pflegt man strapazierte Haut im Winter am besten? „Worauf es ankommt, ist die richtige, das heißt nachhaltige Pflege“, rät Dr. Gisela Heyer. Geeignet sind feuchtigkeitsspendende, rückfettende Pflege- sowie Reinigungsprodukte mit einem niedrigen pH-Wert, Wasser-in-Öl-Cremes statt Öl-in-Wasser-Emulsionen. Die Haut braucht jetzt besonders viel Aufmerksamkeit. Hier gilt vor allem: Weniger ist mehr. Vor allem Frauen neigen zur übertriebenen Pflege. Zu fette Salben sind ebenso kontraproduktiv wie extra dick aufgetragene Feuchtigkeitscremes. „Nicht oft, sondern richtig eincremen – machen Sie die Nacht zum Tag“, so Dr. Gisela Heyer weiter. „Verwenden Sie tagsüber die reichhaltige Nachtcreme und gehen Sie nachts mit der leichteren Tagespflege schlafen. Dann kommt die Haut wieder ins Lot.“ Reichhaltige Cremes enthalten Substanzen wie Glycerin oder Sphingolipide und regulieren den Lipidhaushalt der Haut. Harnstoff, Milch- und Fruchtsäuren, Kollagen und Hyaluronsäure gleichen außerdem den transepidermalen Wasserverlust aus. Dadurch verbessert sich das Hautbild, die Störungen der Hautbarriere vermindern sich. Betroffene sollten außerdem sparsam mit dem Element Wasser umgehen. Die Haut vergisst nichts: Zu häufiges und zu langes heißes Baden, Saunieren und Duschen mögen in der kalten Jahreszeit beliebt sein, entreißen der Haut jedoch wertvolle Feuchtigkeit. Senioren, Neurodermitiker und Diabetiker meist stärker betroffen Für trockene Haut gibt es mehr als nur eine Ursache. Sowohl die persönliche Veranlagung als auch der Alterungsprozess können eine Rolle spielen. Im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit noch weiter: Dann nimmt die Talgproduktion vor allem an Armen und Beinen automatisch ab, die Oberhaut (Epidermis) bindet Feuchtigkeit nicht mehr so gut, der Lipidgehalt und die Schweißsekretion sinken. Zusätzlich strapazieren äußere Faktoren wie Ernährungs- und Freizeitverhalten, Medikamente, Sonne, Heizungsluft, falsche Hautpflege oder Winterkälte die Haut. Besondere Pflege braucht zudem die sensible Haut von Neurodermitikern und Diabetikern. Sie sollten ihre Haut verstärkt vor Austrocknung schützen. Gut geeignet sind dafür beispielsweise Lotionen mit Omega-6-Fettsäuren oder Harnstoff. Individuelle Therapie und komplexe Beratung Auch an der Hautklinik Erlangen gibt es kein Patentrezept gegen trockene Haut. Was es aber gibt: bestmögliche Diagnostik, persönliche Beratung sowie dermatokosmetische Behandlungen mit besonderen Rezepturen, selbst für extrem trockene und verhornte Haut. Je nach Hautbild verwenden die Experten spezielle Kosmetikprodukte mit hochwertigen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel ProXylane, Madecassoside, Ferulasäure, Retinaldehyd. Für besonders empfindliche Körperregionen wie Augen und Lippen bietet die Hautklinik individuelle Spezialrezepturen an. „Eine Besonderheit in unserem Haus ist neben der individuellen Therapie die komplexe Beratung“, sagt Dr. Gisela Heyer. Spezialisten arbeiten diesbezüglich fachübergreifend zusammen. Das garantiert den Patienten der Hautklinik eine Rundum-Versorgung. „Nehmen wir das Beispiel Juckreiz“, so Dr. Gisela Heyer. „Immer mehr Menschen leiden daran. Juckreiz ist ein klares Warnsignal vom Körper und kann verschiedene Ursachen haben – trockene Haut zum einen, aber auch schwerwiegendere Probleme wie Nieren- und Lebererkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Bluterkrankungen. Da ist es von Vorteil, Fachärzte aus allen Disziplinen zu Rate ziehen zu können.“

 

Die Hautklinik Erlangen ist eine Klinik des Universitätsklinikums Erlangen (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg).

Die Klinik unter Direktion von Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler ist ein international angesehenes Zentrum mit hoher Kompetenz bei Diagnostik und Therapie von Hautkrankheiten.
Pro Jahr werden mehr als 2.500 Patienten stationär sowie etwa 25.000 Patienten ambulant behandelt. Die Klinik verfügt über 48 vollstationäre und 10 tagesklinische Betten auf neu renovierten Stationen. Ebenso bietet die Hautklinik eine Hochschulambulanz sowie Psoriasis- und Neurodermitisschulungen für Betroffene an. Aufgrund der Vielzahl der Hauterkrankungen wurden außerdem zahlreiche Spezialsprechstunden eingerichtet.

Schwerpunkte der Klinik sind unter anderem: Hauttumore und operative Dermatologie, Allergien, Immunerkrankungen, die Behandlung von Psoriasis und Neurodermitis sowie Erkrankungen des Haares. Im Bereich der Andrologie ("Männerheilkunde") werden neben der klinischen Basisdiagnostik Potenzstörungen und Störungen der Zeugungsfähigkeit untersucht und behandelt.

Die Hautklinik erforscht neue Wege zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen und Tumorerkrankungen. Sie ist weltweit eine der wenigen Kliniken, die durch eine speziell entwickelte Immuntherapie Patienten mit malignem Melanom auch in fortgeschrittenen Stadien behandeln kann. Bei allen Forschungsprojekten ist es Ziel der Erlanger Klinik, Grundlagenforschung mit klinisch-experimenteller Forschung zum Wohl der Patienten zu kombinieren.

 

Ansprechpartner für die Redaktionen:

Hautklinik
PD Dr. med. Gisela Heyer
Hartmannstraße 14
91052 Erlangen
Tel. +49 (0) 9131 85-33662
E-Mail: gisela.heyeratt-online.de

Zur Hautklinik

Birke und Partner Kommunikationsagentur
Meike Hallbauer
Marie-Curie-Straße 1
91052 Erlangen
E-Mail: meike.hallbaueratbirke.de

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