Mechanismen der Immunabwehr

Hautklinik

Direktorin:
Prof. Dr. med. Carola Berking

    Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Erforschung des schwarzen Hautkrebses, dem sogenannten malignen Melanom der Haut. Wir arbeiten an der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze, mit denen eine Behandlung dieser gefährlichen Erkrankung auch in fortgeschrittenen Stadien möglich ist. Auch zur Behandlung anderer Formen des Melanoms, wie etwa des Aderhautmelanoms und weiterer Arten des Hautkrebs werden solche Ansätze von uns untersucht.

    Durch therapeutische Impfung mit speziellen körpereigenen Zellen (sog. dendritischen Zellen) kann in Krebspatienten eine, gegen den Tumor gerichtete, Immunantwort erzeugt werden. Im Zuge dessen haben wir eine neue Technik bei uns etabliert, die es erlaubt Zellen zu vorübergehend mit beliebigen Proteinen auszustatten, ohne sie dabei gentechnisch zu verändern. Dies erfolgt dadurch, dass mRNA in die Zellen eingebracht wird. Diese mRNA stellt den Bauplan für die Proteine dar, sodass die Zelle diese Proteine selbst produziert. Obwohl wir die dendritischen Zellen so bereits auf verschiedene vielversprechende Arten modifiziert haben, reichte die dadurch im Patienten induzierte Immunantwort in ihrer Qualität und Quantität meist nicht aus, um den Tumor zu eliminieren. Deswegen erproben wir in Zellkulturexperimenten stetig neue Möglichkeiten und verbessern die bestehenden.

    Des Weiteren arbeiten wir an T-Zellen. Als sog. zytotoxische T-Zellen können sie mit Krankheitserregern infizierte Zellen und Krebszellen direkt angreifen. Die T-Zellen erkennen ihre Zielzellen an bestimmten Oberflächenstrukturen mit Hilfe ihres T-Zell-Rezeptors. Dieser Rezeptor ist für jede T-Zelle individuell verschieden. Bei chronischen Erkrankungen gelingt es vielen Patienten jedoch nicht, T-Zellen zu erzeugen, die den entsprechenden Krankheitsauslöser effektiv erkennen. Durch die Technik der RNA-Elektroporation können wir den Bauplan (RNA) für geeignete Rezeptoren in T-Zellen im Reagenzglas einschleusen. Dadurch steht uns die Möglichkeit zur Verfügung krebsspezifische Rezeptoren in die Zellen einzubringen. Dadurch werden die T-Zellen in die Lage versetzt, eine gewünschte Oberflächenstruktur auf Krebszellen zu erkennen. Das Verhalten von derart veränderten T-Zellen wurde in vorklinischen Versuchen eingehend untersucht, wobei sich zeigte, dass diese umprogrammierten Zellen viele wichtigen Funktionen der T-Zellen ausführen können. Im Moment wird dieser Ansatz für die klinische Anwendung umgesetzt.

    Arbeitsgruppenleiter

    Aktuelle Mitarbeiter

    • MSc. Tatjana Sauerer
    • BSc. Nico M. Sievers

    Ehemalige Mitarbeiter

    • Bosch, Naomi
    • Dr. med. Harrer, Dennis
    • MSc. Gerer, Kerstin
    • Dr. rer. nat. Höfflin, Sandra
    • Dr. rer. nat. Krug, Christian
    • Dr. rer. nat. Prommersberger, Sabrina
    • Dr. med. Kulzer, Lorenz
    • Dr. rer. nat. Pfeiffer, Isabell
    • Dr. rer. nat. Hoyer, Stefanie
    • Dr. rer. nat. Hofmann, Christian
    • Dr. rer. nat. Birkholz, Katrin
    • Dr. rer. nat. Wohn, Christian
    • Dipl. Biol. Kubesch, Verena
    • Dipl. Biol. Schulz, Birgit
    • MSc. Babalija, Lek
    • MSc. Schoch, Leonie
    • MSc. Martin, Lena-Marie
    • Dr. rer. nat. Simon, Bianca
    • MSc. Effern, Maike
    • MSc. Sänger, Bianca
    • BSc. Eichermüller, Julia
    • BSc. Wiedemann, Marie
    • MSc. Eberlein, Cosima Valentina
    • MSc. Paulus, Alexander
    • Müller, Ina
    • Wellner, Verena
    • Baumann, Stefanie
    • Moritz, Tanja

    Forschungsförderung laufende Projekten

    Niels Schaft:

    DFG: trilaterales Grant SCHA 1247/3-1 „Das Melanomassoziierte Chondroitin-Sulfat-Proteoglykan (MCSP) als Zielantigen für spezifische Immuntherapie; der Schritt vom Reagenzglas zum Patienten.“

     

    Jan Dörrie:

    DFG: GRK 2504 „Novel antiviral approaches: from small molecules to immune intervention“; Projekt B4: „Preclinical evaluation of a combination of checkpoint blockade with dendritic cell vaccination against Merkel Cell Carcinoma and other virally induced cancers.“