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Hautklinik

Direktor:
Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler
Uni-Klinikum, Medizinische Fakultät, Onkologie, Hautklinik

Unna-Medaille für Prof. Schuler

Direktor der Hautklinik für Verdienste in der experimentellen dermatologischen Forschung ausgezeichnet

Dendritische Zellen sind eine bedeutsame Gruppe von Zellen der Körperabwehr, die als eine Art „Manager des Immunsystems“ fungieren. Als solche nehmen sie in der Forschung von Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler, Direktor der Hautklinik des Universitätsklinikums Erlangen, eine Schlüsselrolle ein. Für sein langfristiges wissenschaftliches Engagement auf dem Gebiet der experimentellen dermatologischen Forschung verlieh ihm die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e. V. (DDG) jetzt die Unna-Medaille.
Bei der Verleihung der Unna-Medaille 2019 würdigte DDG-Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Martin Röcken (l.) die herausragende Forschungsarbeit von Prof. Dr. med. univ. Gerold Schuler, der seit 1995 die Hautklinik des Uni-Klinikums Erlangen leitet. Foto: DDG

Bei der Verleihung im Rahmen der 50. DDG-Tagung Anfang Mai in Berlin würdigte Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Martin Röcken die herausragenden wissenschaftlichen Verdienste Prof. Schulers. Vor allem seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der dendritischen Zellen gelten in mehrfacher Hinsicht als wegweisend: Dass diese Zellen mittlerweile eine entscheidende Funktion in der Immuntherapie gegen den schwarzen Hautkrebs einnehmen, ist vor allem der langjährigen Forschungsarbeit des Erlanger Experten zu verdanken. Prof. Schulers Forschungsergebnisse zum notwendigen Reifungsprozess der dendritischen Zellen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Immunabwehr gegen Tumorzellen gilt heute als Basiswissen der Immunologie. Seine Methoden zur Züchtung dendritischer Zellen außerhalb des menschlichen Körpers werden inzwischen nicht nur weltweit angewandt, sondern dienen auch als Ausgangspunkt für viele weiterführende Immuntherapieforschungen. Aktuell untersucht Gerold Schuler am Uni-Klinikum Erlangen die klinische Anwendung gezüchteter dendritischer Zellen als gut verträglichen Impfstoff in der Immuntherapie gegen Hautkrebs.

Die Unna-Medaille erinnert an den jüdischen Dermatologen Paul Gerson Unna (1850 – 1929), den ersten Lehrstuhlinhaber für Dermatologie an der Universität Hamburg. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft verleiht alle zwei Jahre diese Auszeichnung an herausragende Wissenschaftler, die sich auf dem Gebiet der experimentellen dermatologischen Forschung im deutschsprachigen Raum langfristig verdient gemacht haben.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Michael Sticherling
Telefon: 09131 85-33851
E-Mail: michael.sticherlingatuk-erlangen.de

 

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