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Hautklinik

Direktorin:
Prof. Dr. med. Carola Berking
Uni-Klinikum, Hautklinik, Forschungsstiftung Medizin

Herausforderung Ulcus cruris

Bürgervorlesung informiert über Ursachen und Behandlungsmethoden für ein „offenes Bein“

Etwa eine Million Menschen in Deutschland haben chronische Wunden – also solche, die über einen Zeitraum von mehr als acht Wochen nicht verheilen. Die häufigste Stelle, an der chronische Wunden auftreten, ist der Unterschenkel: ein Ulcus cruris. Doch wie kommt es überhaupt zu solchen Wunden und warum kann der Körper die verletzten Stellen nicht heilen? Wie werden chronische Wunden gereinigt und versorgt? Welche Vorbeugungsmaßnahmen können Risikopatienten ergreifen? Auf diese und ähnliche Fragen geht PD Dr. Cornelia Erfurt-Berge, Oberärztin der Hautklinik (Direktorin: Prof. Dr. Carola Berking) des Universitätsklinikums Erlangen, im Rahmen ihrer Bürgervorlesung „Herausforderung Ulcus cruris – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für ein ‚offenes Bein‘“ ein. Der Vortrag steht ab heute unter www.uker.de/bvl online zum Abruf sowie zum Download bereit.

Die Ursachen für eine Wunde, die auch nach Wochen nicht abheilt, sind vielfältig: „Meistens ist eine solche Wunde die Folge von Diabetes, einer chronisch-venösen Insuffizienz oder einer arteriellen Durchblutungsstörung. Das bedeutet: Das Blut aus dem Bein kann entweder nicht mehr zurück zum Herzen fließen oder andersherum nicht mehr vom Herzen ins Bein“, erklärt Dr. Erfurt-Berge. „Es gibt aber auch viele dermatologische Differenzialdiagnosen, die zwar selten sind, aber auch häufig verkannt werden.“ Die Hautbarriere ist durch die offene Wunde zerstört und so können Erreger leicht eindringen. Chronische Wunden sind daher besonders gefährdet, sich zu entzünden, und eine sorgfältige Reinigung der betroffenen Stellen ist dringend notwendig.

Auch eine geeignete Wundabdeckung ist essenziell für die Versorgung – spezielle Wundauflagen schützen etwa vor dem Austrocknen der Wunde und unterstützen den Heilungsprozess. Materialien mit spezieller Oberflächenbeschichtung verhindern außerdem das Verkleben der Wundauflage mit der neugebildeten Haut. „In einigen Fällen ist aber auch ein Hauttransplantat nötig, da der Körper die Wunde nicht eigenständig verschließen kann“, so die Dermatologin. Wer an einer chronischen Wunde wie einem offenen Bein leidet, sollte die Ursache immer von erfahrenen Spezialisten abklären lassen, rät Dr. Erfurt-Berge: „An der Erlanger Hautklinik haben wir beispielsweise das nach der Initiative Chronische Wunden zertifizierte Wundzentrum Dermatologie mit dem Schwerpunkt auf den dermatologischen Ursachen chronischer Wunden.“

Bürgervortrag online abrufen

Was die Ursache für chronische Wunden sind, wie diese versorgt werden sollten und welche präventiven und therapeutischen Maßnahmen möglich sind, darüber informiert Dr. Erfurt-Berge in ihrer Bürgervorlesung „Herausforderung Ulcus cruris – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für ein ‚offenes Bein‘“. Die Veranstaltung musste coronabedingt leider ohne Publikum stattfinden; alle Interessierten können den Vortrag aber jetzt online abrufen. Der Link zur Mediathek und aktuelle Informationen sind unter www.uker.de/bvl zu finden.

Weitere Informationen:

PD Dr. Cornelia Erfurt-Berge
Telefon: 09131 85-35000
E-Mail: hautklinikatuk-erlangen.de

 

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